Obstbaumschnitt - RV Jena und SHK

Jena / SHK
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Obstbaumschnitt
Ein kurze Zusammenfassung vom 25.2.22
Am 25.2. habe ich an einem Obstbaumschnittkurs von NATURA 2000 teilgenommen.
Was ich aus der Veranstaltung mitgenommen habe, hier in einigen Stichpunkten zusammengefasst. Dies soll vorallem den Kursenteilnehmern helfen, sich an den sehr umfangreichen Vortrag zu erinnern.

Obstbäume richtig kaufen und pflanzen

- Kleine Buschbäumchen wachsen nicht in die Höhe >>> viel Pflegeaufwand
- Auf gleichmäßgen Wuchs der Äste achten,
- Pflanzlinge sollten keine groben Schnittstellen und abgebrochenen Äste haven

- Man sollte pflanzen, wenn die Bäume keine Blätter haben (Spätherbst - Februar), nicht zu nah an Wegen, stärkere Äste Richtung Norden, möglichst auf einem Erdhügel, da der Baum später noch einsackt.
- Ein starker Rückschnitt beim Pflanzen ist wichtig, da beschädigte Wurzeln nicht genug Kraft haben um viele Blätter zu versorgen.

Jungbaum / Altbaum  richtig schneiden

- Begriffe: Hauptäste, Seitenäste, Fruchtholz, Blattknospen, Blütenknospen, Ring Jahrestrieb mit Blattknospen
- Der Jungbaumschnitt dient dem Kronenaufbau (in der Blattlosen Zeit!).
- Der Stamm muß immer dicker als Äste sein.
- richtige Knospen zum Wachstum Anregen auswählen (unten), Endknospen wegnehmen
- Das Abschneiden an Blühknospe bringt Fruchtholz.
- Richtiges Werkzeug verwenden
  • keine Amboss-Schere - möglichst kleine Wunden - richtig ansetzen (stumpfe Seite dort, wo das ist, was ab kommt)
  • Scharfe Messer/Scheren
- Das richtige Sägen ist von unten ansägen - möglichst 90° Schnitte (kleine Wundfläche, keine ausgefranzten Ränder)
- Schnittabstand zur Knospe beachten
  • bis an die Knospe, um keine Schlafenden Augen zu wecken bei Kernobst
  • mit Zapfen (einige cm Abstand zur Knospe) bei Steinobst - die Enden trocknen ein. (Kirsche hat keine schlafenden Augen)
- Dünne Äste am Jungbaum kürzen - Druckprobe bis Holz stabil scheint.
- Saftwaage beachten, mit der Regel: Knospe vor Höhe
- Krohne im "120° Winkel" aufbauen - Die Mitte zu tief geschnitten führt zur Hohlkrone.
- Beachte die Mitte ist nicht immer der dickste Ast – andere zurückschneiden und die Mitte fördern.
- Auf jungen Ästen Knospen oben entfernen, dass sich hier keine Wasserschosser bilden.
- Seitliche Wasserschosser einkürzen, wo Fruchtholz gebildet werden soll.
- Totholz vollständig abschneiden, dass Wunden sich besser schließen können,

Tipps

- "Schlafende Augen wecken" um Lücken zu füllen (4x90° Regel). Den Stamm (auch mehrfach) anschneiden (nur an glattem Holz), das führt dazu, dass sich ein neuer Trieb bildet sich unterhalb des Anschnittes.
- Kleine Triebe am Stamm stehen lassen, die helfen dem Stamm zu wachsen.
- Durch Hochbinden einzellne Äste fördern (Saftwaage).
- Äste, die im steilen Winkel wachsen, brechen schneller auch später, wenn der dicke Ast voll Früchter hängt, ab.
- Leimringe verwenden, um Ameisen vom Baum fernzuhalten >>> weniger Läuse
- Wunden mit Lehm verschließen ist das beste Mittel (aber immer zeitnah!), um Verletzungen zu heilen.
- Kranke, befallene Stellen ausschälen und mit Lehm gemischt mit Kuhdung (antibakteriell) abdecken.
- Düngen - eine Hand voll Hornspäne auf die aufgelockerte Baumscheibe (Kein Mulch - das zieht Schädlinge an)
- Frisch gepflanzte Bäume gießen alle 2 Wochen 30-40 l Wasser, nicht jeden Tag und je älter um so weniger (längere Abstände)

Fazit

Ein sehr lehrreicher Kurs, der sicher wiederholt wird, den man sehr empfehlen kann, mit viel Informationen, die mir beim nächsten Schnitt helfen werden, sicherer ans Werk zu gehen. (Wir informieren auch hier über neue Angebote)
Uwe. R.
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